KUNSTkommtONLINE - Axel Bleyer - FOTOKUNST
Absichtsvolle Inszenierungen
Himmelstürmende Architekturen und schimmernde Flugzeugkörper, barocke Kirchenräume und phänomenale Formen der Natur, zwischen diesen faszinierenden Welten bewegt sich der Fotograf Axel Bleyer.
Seine Fotografien sind nach strengen geometrischen Gesetzen aufgebaut. Ausschnitte und Abstraktionen spannen sich wie ein Netz über das gesamte Bildformat. Dabei schafft er neue Sichtweisen, eine Verbindung von Realem und Irrealem und somit neue Symbiosen in einer künstlerischen Bildkomposition, die beim Betrachter Faszination und Fragen auslösen.
Oft sind seine Fotografien vielschichtig, weil sich Assoziationen und Imaginationen überlagern und sich erst beim zweiten Blick erschließen.
Damit geht Axel Bleyer weit über den vordergründigen Abbild-Aspekt hinaus und seine Bilder werden zu Sinnbildern, zu visuellen Botschaften unter anderem für sozialkritische, ideologische oder politisch gesellschaftliche Verhältnisse.
Es sind Abbilder von äußerer Wirklichkeit und zugleich Sinnbilder für imaginäre
Wirklichkeiten. Dies sind Kompositionen, hinter denen sich sowohl langjähriges fotografisches Fachwissen und Erfahrung verbirgt als auch künstlerische Gestaltungskraft.
Gerade in der heutigen digitalen Bilderflut muss es ein besonderes Bild sein, eine meisterhafte künstlerische Bildkomposition, um als Kunstwerk Bestand zu haben und viel mehr sein als die einfache Widergabe des Realen.
Im eigenen Atelier inszeniert er für seine Kunstwerke aufwendige Interieurs und architektonische Raumbauten. So entstehen eigenständige künstlerische Kompositionen, imaginäre Räume.
Bei der Umsetzung dieser Themen, die durch teilweise riesige Raum-Installationen verwirklicht werden, bedient er sich intensiv der gestaltenden Kraft des Lichtes und der weiß gestrichenen Architektur, die in den Bildern eine reale Form und Aussage für den Betrachter entstehen lassen.
So schafft er Freiraum für dessen Fantasie, und es fordert ihn gleichzeitig beim Betrachten des Werkes auf sich auf eine unmittelbare neue Perspektive des Sehens einzulassen.
Teilweise provozierend und durchaus gesellschaftskritisch verwendet er freie und klassische Themen der Kunstgeschichte. Auch hier lässt seine Bildsprache bewusst Spielraum für Interpretationen, gleich einem fast intimen Blick von außen nach innen in eine andere Wirklichkeit, die dadurch an Helligkeit und Bedeutung gewinnt.
